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THERM-INGS · WÄRMEBRÜCKENWELT

Unsere Wärmebrückenwelt für Sie

Alles über Wärmebrücken ein bauphysikalisches Kompendium. Von den Grundlagen über Berechnung und Nachweise bis zu Katalogen für die Planung: Hier finden Sie die Themen und ihre fachlichen Zusammenhänge.

Schematischer Anschluss: Geometrie, Materialien und Randbedingungen führen zu fRsi für die Oberfläche, Ψ und χ für Wärmeverluste sowie ΔUWB für die Gebäudebilanz.

Hier geht es direkt zu den Themenbereichen

01

Einführung & Definitionen

Grundlagen, Begriffe und bauphysikalische Zusammenhänge verstehen.

02

Technische Regelwerke

Normen für die Berechnung und den passenden Nachweis einordnen.

03

Wärmebrücken Arten & Beispiele

Ursachen an konstruktiven, stoffbedingten und geometrischen Beispielen erkennen.

04

Wärmebrückenberechnung

Berechnungsverfahren, Kennwerte, Formeln und Ergebnisse nachvollziehen.

05

Wärmebrückennachweise

Nachweisverfahren und die jeweiligen Anwendungsfälle unterscheiden.

06

Wärmebrücken Kataloge

Detailsammlungen für die Planung finden und ihre Übertragbarkeit prüfen.

Unsere Wärmebrückenwelt für Sie

Alles über Wärmebrücken - ein bauphysikalisches Kompendium. 

Einführung in die Thematik

Im Rahmen von Neubauvorhaben sowie beim Bauen im Bestand nimmt die Disziplin der Bauphysik je nach Komplexitiät und Nutzung des geplanten Gebäudes, einen immer höheren Stellenwert ein. Geplante Baukonstruktionen werden unter Berücksichtigung einer stetig wachsenden Palette an Bauprodukten immer vielseitiger. Nicht zuletzt sind es die energetischen Anforderungen an Baukörper, die Planer und Bauherren zunehmend vor Herausforderungen stellen. Ziel dieses Kompendiums ist es, insbesondere das Thema Wärmebrücken als komplexe Teildisziplin der Bauphysik näher zu betrachten.

​

Zu einem guten baulichen Wärmeschutz gehören nicht nur hochwärmedämmende Bauteile, sondern auch entsprechende Bauteilanschlüsse. Im Bereich dieser Anschlusssituationen sind zusätzliche Wärmeabflüsse und niedrigere raumseitige Bauteiloberflächentemperaturen während der Heizperiode zu erwarten. Zusätzliche Heizenergieverbräuche und die Möglichkeit der Tauwasser- und/oder Schimmelpilzbildung sind die Folge. Dabei ist zu beachten, dass sich der vorgenannte Wärmebrückeneffekt bei hochwärmedämmenden Bauteilen wesentlich stärker auswirken kann als bei Bauteilen mit geringem Wärmeschutz. Grund dafür ist der verhältnismäßig hohe Wärmedurchgang im Vergleich zum ungestörten Bauteilquerschnitt. Bei innen gedämmten Konstruktionen kann der Wärmebrückeneinfluss aufgrund der Vielzahl an Anschlusssituationen bis zu einem Drittel des gesamten Transmissionswärmeverlustes betragen.

​

Definitionen

Am Anfang einer Thematik sollten einige normkonforme Definitionen dargestellt werden, mit der Zielsetzung, eine klare Verständlichkeit zu erreichen. Die wichtigsten wärmetechnischen Rechengrößen im Zusammenhang mit der Berechnung und Simulation von Wärmebrücken werden nachfolgend erläutert:

​

Wärmeleitfähigkeit

Die Wärmeleitfähigkeit λ in W/(m·K) ist eine Stoffeigenschaft. Sie verknüpft die Wärmestromdichte mit dem Temperaturgradienten. Bei einer homogenen, ebenen Schicht im stationären Zustand gilt für den Betrag des Wärmestroms: Q̇ = λ · A · Δθ / d. Wärmeleitfähigkeit und Wärmemenge sind unterschiedliche Größen; λ hängt unter anderem von Stoffaufbau, Temperatur und Feuchte ab.

 

Dichte, Porenstruktur und Feuchte beeinflussen die Wärmeleitfähigkeit, begründen aber keinen allgemeinen, stoffübergreifenden Zusammenhang. Die folgende Stoffübersicht veranschaulicht Größenordnungen. Für die Bemessung sind die zum Produkt und zur Anwendung passenden Werte nach DIN 4108-4 bzw. DIN EN ISO 10456 und den maßgeblichen Produktnachweisen anzusetzen. Die Übersicht ersetzt keine aktuelle Bemessungswerttabelle. Bei Luftschichten sind Wärmeleitung, Strahlung und gegebenenfalls Konvektion gemeinsam zu berücksichtigen; hierfür werden geeignete Wärmedurchlasswiderstände verwendet.

Baustoff

Rohdichte in [kg/m3]

Wärmeleitfähigkeit – Orientierungswerte in W/(m·K)

Putze, Mörtel, Estriche

Putzmörtel aus Kalk, Kalkzement und hydraul. Kalk

Zementestrich

Gipsputz ohne Zuschlag

1800

2000

1200

​1,0

1,4

0,51

Betone

Normalbeton

Stahlbeton

Leichtbeton & Stahlleichtbeton

2200 – 2400

2000 – 2600

​800 – 2000

1,6 – 2,1

2,3

0,51

Bauplatten

Wandbauplatten aus Gips

Gipskartonplatten

Porenbetonbauplatten

750 – 1200

800

400 – 800

0,35 – 0,58

0,25

0,20 – 0,29

Mauerwerk

Vollklinker, Hochlochklinker, Keramikklinker

Hochlochziegel mit Lochung A & B

Vollziegel, Hochlochziegel & Füllziegel

Kalksandsteinmauerwerk

1800 – 2400

550 – 1000

1200 – 2400

1000 – 2200

0,81 – 1,4

0,27 – 0,45

0,50 – 1,4

0,50 – 1,3

Holz- & Holzwerkstoffe

Fichte, Kiefer, Tanne (Nadelholz)

Buche, Eiche (Laubholz massiv)

Holzspan-Flachpressplatten (OSB-Platten)

​Sperrholz

600

800

700

800

0,13

0,20

0,13

0,15

Abdichtungstoffe & Beläge

Kunststoffbeläge

Bitumendachbahnen & nackte Bitumenbahnen

1500

1200

0,23

0,17

Wärmedämmstoffe

Mineralwolleplatten

Holzwolle-Leichtbauplatten

Expandierters Polystysrol (EPS)

Extrudiertes Polystyrol (XPS)

Polyurethan Hartschaum (PUR)

Holzfaserdämmplatten (DIN 68755)

Schaumglas (DIN 18174)

Aerogel – Mattenware

​Vakuum-Isolations-Paneele (VIP)

8 – 500

360 – 460

25

25

25

120 – 450

100 – 200

150

25

0,031 – 0,050

0,065 – 0,090

0,030 – 0,040

0,026 – 0,040

0,023 – 0,040

0,040 – 0,070

0,045 – 0,060

0,015 – 0,021

0,007

Sonstige, gebräuchliche Stoffe

Glas

Stahl

Aluminium

Luft

2500

7000

2500

1,2

0,80

15 - 60

230

​ca. 0,026 (Stoffwert; kein Bemessungswert für Luftschichten)

Wärmeübergang

Der Wärmeaustausch zwischen Umgebung und Bauteiloberfläche wird in Berechnungen durch Wärmeübergangswiderstände beschrieben. Für U-Wert-Berechnungen gelten die jeweiligen Randbedingungen der DIN EN ISO 6946. Für die Untersuchung von Oberflächentemperaturen und den Mindestwärmeschutz sind die zum Nachweisziel passenden Randbedingungen anzusetzen; diese sind nicht mit den Bedingungen einer energetischen Ψ-Wert-Berechnung gleichzusetzen. Die folgende Tabelle zeigt typische Ansätze für die U-Wert-Berechnung.

Rsi in [m2*K/W]

Rse in [m2*K/W]

Wärmestrom nach oben

0,10

0,04

Wärmestrom horizontal

0,13

0,04

Wärmestrom nach unten

0,17

0,04

gem. DIN EN ISO 6946 für wärmeschutztechnische Berechnungen:

An einer Grenzfläche zwischen Bauteil und Erdreich wird kein äußerer Wärmeübergang an die Außenluft angesetzt. Der Einfluss des Erdreichs ist über das maßgebliche Verfahren, die Modellgeometrie und die Randbedingungen zu berücksichtigen; Rse = 0 allein beschreibt den Wärmetransport durch das Erdreich nicht vollständig.

Wärmedurchlasswiderstand

Der Vorgang der Transmission in einer beliebigen Bauteilschicht wird allgemein als Wärmedurchgang bezeichnet. In diesem Zusammenhang wird der Wärmedurchlasswiderstand R einer Baustoff- bzw. Luftschicht auf einer Referenzfläche von 1 m² bei einer Temperaturdifferenz von 1 Kelvin zwischen der inneren und äußeren Oberfläche des Bauteils betrachtet.  Je größer dieser Wärmedurchlasswiderstand R ist, desto besser ist die wärmedämmende Wirkung des Bauteils. Die Widerstandszahl ist der Quotient aus der Dicke d und der Wärmeleitfähigkeit λ des Bauteils.

​

Zur Bestimmung des Wärmedurchlasswiderstandes Rg einer Luftschicht oder eines Luftraumes Ru stellt die DIN EN ISO 6946 abhängig von der Geometrie der betrachteten Schicht und dem Emissionsgrad der Oberflächen verschiedene Verfahren zur Verfügung. Im Rahmen von Simulationen bzw. Berechnungen von Wärmebrücken sind diese in Abhängigkeit der betrachteten Konstruktion entsprechend anzuwenden.

Wärmebrücke

Eine Wärmebrücke ist ein Bereich der Gebäudehülle, in dem sich der Wärmestrom gegenüber dem ungestörten Bauteil verändert. Ursachen können unterschiedliche Wärmeleitfähigkeiten, Änderungen der Bauteildicke oder das Verhältnis von Innen- zu Außenoberfläche sein. DIN EN ISO 10211:2018-03 beschreibt die Modellierung und numerische Berechnung zweidimensionaler und dreidimensionaler Wärmebrücken.

Technische Regelwerke

Bei der Bewertung, Berechnung und Simulation von Wärmebrücken im Hochbau sind eine Reihe von normativen Regelwerken zu beachten. An dieser Stelle soll ein kompakter Überblick mit den relevantesten Normungen aufgeführt werden. 

Normkürzel

Bezeichnung

DIN EN ISO 6946

Bauteile - Wärmedurchlasswiderstand und Wärmedurchgangskoeffizient -

​Berechnungsverfahren

DIN 4108-2

Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 2: Wärmeschutz – Anforderungen, Berechnungsverfahren und Hinweise für Planung und Ausführung (Ausgabe 2026-05)

DIN 4108 Beiblatt 2:2019-06 inkl. Berichtigung 1:2025-02

Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden - Wärmebrücken - Planungs- und

Ausführungsbeispiele

DIN 4108-3

Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden - Teil 3: Klimabedingter

Feuchteschutz - Anforderungen, Berechnungsverfahren und Hinweise für Planung und

​Ausführung

DIN 4108-4

Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden - Teil 4: Wärme- und

​feuchteschutztechnische Bemessungswerte

DIN EN ISO 10211

Wärmebrücken im Hochbau - Wärmeströme und Oberflächentemperaturen - Detaillierte Berechnungen

DIN EN ISO 10077-1

Wärmetechnisches Verhalten von Fenstern, Türen und Abschlüssen - Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten - Teil 1: Allgemeines

DIN EN ISO 10077-2

Wärmetechnisches Verhalten von Fenstern, Türen und Abschlüssen - Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten - Teil 2: Numerisches Verfahren für Rahmen

DIN EN ISO 13370

Wärmetechnisches Verhalten von Gebäuden - Wärmeübertragung über das Erdreich - Berechnungsverfahren

DIN 4108-7

Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden - Teil 7: Luftdichtheit von Gebäuden - Anforderungen, Planungs- und Ausführungsempfehlungen sowie -beispiele

DIN EN ISO 10456

Baustoffe und Bauprodukte - Wärme- und feuchtetechnische Eigenschaften - Tabellierte Bemessungswerte und Verfahren zur Bestimmung der wärmeschutztechnischen Nenn- und Bemessungswerte

Neben den technischen Regelwerken ist das für das Bauvorhaben geltende Gebäudeenergierecht maßgeblich. § 24 regelt die Berücksichtigung des verbleibenden Wärmebrückeneinflusses bei der energetischen Bilanzierung und verweist für Gleichwertigkeitsnachweise auf DIN 4108 Beiblatt 2:2019-06. Für den konkreten Nachweis müssen die gesetzlich in Bezug genommenen Normausgaben, das Berechnungsverfahren und gegebenenfalls die Förderanforderungen zusammenpassen. Eine neue Normausgabe ersetzt einen datierten gesetzlichen Verweis nicht automatisch.

Arten von Wärmebrücken & Beispiele

Grundsätzlich werden folgende Arten von Wärmebrücken unterschieden:

Konstruktive und stoffbedingte Wärmebrücken

Besteht ein Bauteil in nebeneinander liegenden Bereichen aus Baustoffen mit unterschiedlichen Wärmeleitfähigkeiten, so treten an den Übergängen zwischen den Bereichen Wärmebrücken auf. Dieser Effekt tritt auch auf, wenn in beiden Bereichen derselbe U-Wert vorliegt. Beispiele in der Praxis sind hier Sparren-/Gefachbereiche im Steildach, eine Stahlbetonstütze in einer Mauerwerks-Außenwand oder eine einbindende Geschossdecke.

Stoffbedingte Wärmebrücke: Rote Wärmestrompfeile durchqueren einen andersartigen Materialbereich innerhalb eines ebenen Bauteils.
Geometrische und formbedingte Wärmebrücken

 Weicht ein Bauteil von der ebenen Form (z.B. Platte, Scheibe) ab, so entstehen an den geometrischen Diskontinuitäten (z.B. Ecken, Kanten) Wärmebrücken. Der Einfluss dieser Wärmebrücken ist dabei abhängig von dem Verhältnis zwischen wärmezuführender Innenoberfläche und wärmeabführender Außenoberfläche im Bereich der Wärmebrücke. Im ungünstigsten Fall steht einer großen Fläche auf der Bauteilaußenseite im Bereich der Wärmebrücke eine kleine Fläche auf der Bauteilinnenseite gegenüber (Kühlrippeneffekt). Dies ist insbesondere dort der Fall, wo ein dreidimensionaler Bauteilanschluss vorliegt.

Geometrische Wärmebrücke an einer Gebäudeecke: Rote Wärmestrompfeile fächern von der Innenecke zur größeren Außenfläche auf.
Mischformen und sonstige Arten von Wärmebrücken

Bei einer Mischform treten konstruktive bzw. stoffbedingte und geometrische Einflüsse gemeinsam auf, etwa an Balkonplatten oder durchlaufenden Stützen. Wärmeverluste durch Luftundichtheiten sind gesondert zu beurteilen. Sie werden nicht durch den stationären Wärmeleitungsnachweis eines Anschlusses nach DIN EN ISO 10211 erfasst.

Wärmebrücke an einem durchdringenden Bauteil: Rote Pfeile zeigen den Wärmestrom durch den Anschluss zwischen Innen- und Außenseite.

Berechnung & Simulation

Prinzip von Wärmebrückenberechnungen

Die Grundlage für die detaillierte Berechnung von Wärmebrücken bildet DIN EN ISO 10211:2018-03. Sie behandelt zweidimensionale und dreidimensionale Modelle. Zwei verbreitete numerische Verfahren in Berechnungsprogrammen sind:

Prinzipvergleich der Diskretisierung: Die schräge Kante wird bei FEM durch eine Dreiecksform und bei FDM durch eine Treppenform dargestellt.
  1. FEM - Finite-Elemente-Methode

  2. FDM - Finite-Differenzen-Methode

​

FEM und FDM sind numerische Verfahren zur Lösung des Wärmeleitungsproblems. Die Eignung für schräge Flächen und komplexe Anschlussdetails hängt von der konkreten Software, dem Netz und der geometrischen Modellierung ab. Entscheidend sind die nachgewiesene Rechengenauigkeit und die sachgerechte Anwendung des Programms.

​

Das Ergebnis der Simulation hängt bei beiden Verfahren im Wesentlichen von der korrekten Wahl der Randparameter, der gewählten Netzdichte sowie der korrekten Eingabe der Bauteilgeometrien ab. Entscheidend sind hierbei konkret:

  1. Fehlerfreie Eingabe der Bauteilgeometrie: Schon 1mm Luftspalt kann zu erheblichen Verfälschungen führen.

  2. Wärmeübergangswiderstände: Insbesondere bei schlecht gedämmten Konstruktionen beeinflusst die korrekte Wahl das Ergebnis in erheblichem Maße. abgehängte Decken, Möblierung, Wand-/Deckenheizungen oder ähnliche nicht normative bauliche Randbedingungen sind ingenieurtechnisch zu berücksichtigen.

  3. Wärmeleitfähigkeit: Die wohl wichtigste Eigenschaft, insbesondere bei Wärmedämmstoffen. So können sich z.B. schlanke Dämmungen mit einer niedrigen  Wärmeleitfähigkeit bei der Berechnung von Ψ-Werten eines Fensteranschlusses aufgrund niedriger Isothermen-Verschiebung sehr positiv auswirken.

  4. Temperaturen θi und θe: Randbedingungen sind passend zum Nachweisziel und zur maßgeblichen Normausgabe festzulegen. Ein Beispiel für den bisherigen Mindestwärmeschutznachweis sind 20 °C innen und −5 °C außen. Für abweichende Nutzungen, etwa Schwimmbäder, sind zusätzliche nutzungsspezifische Untersuchungen erforderlich. Ein pauschales Außenklima von −10 °C ist kein allgemeiner Ansatz für die Auslegung aller Heizbänder.

  5. Relative Feuchte der Umgebungsluft Φi: Analog zur Temperatur sollte die relative Feuchte bei Abweichungen in der Raumnutzung angepasst werden. Sind aufgrund der bestimmungsgemäßen Nutzung erhöhte Feuchtelasten zu erwarten, sollten diese im Rahmen von Variantenbetrachtungen berücksichtigt werden.

​

Als Ergebnis einer Wärmebrückenberechnung erhält man in der einschlägigen Software den Isothermenverlauf mit farblicher Darstellung der Temperaturverteilung, den kältesten Punkt an der Innenoberfläche der Konstruktion sowie bei Bedarf Ψ- & χ-Werte.

Berechnung Temperaturfaktor fRsi

Der Temperaturfaktor fRsi beschreibt die raumseitige Oberflächentemperatur im Verhältnis zu Innen- und Außentemperatur. Bei der Untersuchung des Mindestwärmeschutzes wird er mit einem erforderlichen Mindestwert verglichen. Der passende Grenzwert und die Randbedingungen ergeben sich aus dem jeweiligen Nachweisziel und der maßgeblichen Normausgabe:

Temperaturfaktor fRsi: innere Oberflächentemperatur minus Außentemperatur, geteilt durch Innentemperatur minus Außentemperatur.

fRsi Temperaturfaktor

​

θsi     Temperatur an der Bauteiloberfläche innen

θi       Temperatur innen

θe      Temperatur außen

​

Das bekannte Beispiel nach DIN 4108-2:2013-02 verwendet θi = 20 °C, θe = −5 °C und eine relative Innenluftfeuchte von 50 %. Dafür werden fRsi ≥ 0,70 bzw. θsi ≥ 12,6 °C herangezogen. Diese Werte gelten innerhalb der festgelegten Randbedingungen und des jeweiligen Anwendungsbereichs. Bei höherer Luftfeuchte steigt die erforderliche Mindestoberflächentemperatur; der erforderliche Mindestwert ist aus den entsprechenden Randbedingungen zu ermitteln. DIN 4108-2:2026-05 hat die Ausgabe 2013-02 ersetzt. Für ein Projekt sind deshalb die maßgebliche Normausgabe und gegebenenfalls datierte Fördervorgaben ausdrücklich festzulegen.

Berechnung längenbezogener Wärmedurchgangskoeffzient (Ψ-Wert)

Der Ψ-Wert in [W/m*K] beschreibt den zusätzlichen Transmissionswärmeverlust einer linienförmigen Wärmebrücke. Er stellt die Differenz zwischen dem  Wärmeverlust des gestörten (z.B. Fensteranschluss) Bereiches einer Schichtenfolge und dem Wärmeverlust dar, der bei einer gleich großen ungestörten Fläche auftreten würde.

​

Grundsätzlich gilt, je kleiner der Ψ-Wert, umso geringer ist der zusätzliche, durch die Wärmebrücke pro laufenden Meter verursachte Energieverlust. Er findet seine primäre Anwendung bei der Berechnung des detaillierten Wärmebrückennachweises im Rahmen von energetischen Bilanzierungen. Folgende Rechengrößen sind im Rahmen der Ψ-Wert-Berechnung zu bestimmen:

thermischer Leitwert 

L2D in [W/m*K]

​

Der thermische Leitwert beschreibt den Wärmeverlust im Wärmebrückenbereich einer zweidimensionalen Wärmebrücke. Er wird durch zuvor definierte, geometrische & stoffbedingte  Vorgaben bestimmt.

U-Werte der ungestörten Bauteilschichten

U in [W/m²*K]

​

​Für die Ψ-Wert-Berechnung werden die U-Werte und Bezugslängen der angrenzenden, ungestörten Bauteile benötigt. Je nach Anschluss können mehr als zwei Bauteile beteiligt sein. Fenster- und Rahmenanschlüsse sind nach dem maßgeblichen Modellierungsverfahren zu erfassen. DIN 4108 Beiblatt 2 unterscheidet hierfür detaillierte Modellierungen und vereinfachte Ersatzsysteme; ein Ersatzmodell ist kein beliebiger Austausch eines komplexen Bauteils.

Längen der Bauteile im Modell

l in [m]

​

Um den Wärmeverlust einer Wärmebrücke bestimmen zu können, ist es notwendig, die entsprechende Einflusslänge der beteiligten Bauteile zu bestimmen. Hier gilt es analog zur energetischen Bilanzierung den Außenmaßbezug zu verwenden. Die korrekte Bestimmung der Einflusslängen ist der DIN 4108 Beiblatt 2 zu entnehmen.

​

Der Ψ-Wert einer Bauteilkonstruktion errechnet sich wie folgt:

Formel für den Ψ-Wert: zweidimensionaler thermischer Leitwert L2D minus der Summe aus U-Werten mal zugehörigen Bauteillängen.

Am Beispiel einer Außenwandecke (vgl. Grafik) kann die Berechnung verdeutlicht werden. Angenommen der thermische Leitwert der abgebildeten Konstruktion beträgt als Ergebnis der Isothermenberechnung 1,03 W/m*K bei identischen U-Werten (U1/U2) von 0,306 W/m²*K und Einflusslängen (l1/l2) von 1,86 m: 

Rechenbeispiel: Ψ = 1,03 − [(1,86 × 0,306) + (1,86 × 0,306)] = −0,11 W/(m·K).
Farbige Temperaturdarstellung einer Gebäudeecke mit zwei Bauteillängen, U1 und U2 sowie einem zusätzlichen Ψ-Anteil am Anschluss.

Wie bei diesem Beispiel zu erkennen ist, können für Ψ auch negative Werte herauskommen. Dies hängt damit zusammen, ob innenmaßbezogen oder außenmaßbezogen gerechnet wird. Bei außenmaßbezogener Berechnung erfolgt bei einigen Wärmebrücken (klassisch hier die Außenwandecke) eine Überschätzung des Wärmeverlustes im ungestörten Bereich.

​

Grundsätzlich können folgende Aussagen im Rahmen von Ψ-Wert-Berechnungen getroffen werden:

  1. Bei Konstruktionen mit hochwärmegedämmten Bauteilschichten, jedoch thermisch schlechter Detailausbildung ergibt sich eine große Differenz und somit ein hoher Ψ-Wert. Aber: Der gesamte Wärmeverlust bleibt infolge des gut gedämmten Regelquerschnittes gering.

  2. Bei schlecht gedämmten Regelquerschnitten ergeben sich insgesamt so hohe Transmissionswärmeverluste, dass die Qualität der Detailausbildung aus energetischer Sicht nur einen geringen Stellenwert einnimmt. Somit ergibt sich bei solchen Konstruktionen ein eher kleiner Ψ-Wert. Gleichwohl kann die "Hebelwirkung" einer detaillierten Berechnung von Ψ-Werten im Rahmen von energetischen Bilanzierungen aufgrund der teils deutlich niedrigeren Wärmebrückenzuschläge enorm sein.

  3. Dämmschichten, die auch in den Anschlussbereichen weitergeführt werden, wirken sich sowohl auf den Gesamtwärmeverlust als auch auf den Wärmeverlust über die Wärmebrücke positiv aus (kleinere Werte).

Berechnung Wärmebrückenzuschlag ΔUWB 

Der detaillierte Wärmebrückenzuschlag ΔUWB für eine energetische Bilanz wird aus den Ψ-Werten der zu berücksichtigenden Anschlussdetails, ihren Längen und den zum Verfahren passenden Temperaturkorrekturfaktoren bestimmt. Die Anzahl der erforderlichen Modelle ergibt sich aus der Konstruktion des Gebäudes; eine allgemeine Obergrenze von 30 Simulationen besteht nicht.

​

​Grundsätzlich sind sämtliche nach dem gewählten Verfahren zu berücksichtigenden linienförmigen Anschlüsse zu erfassen. Auslassungen sind nur unter den ausdrücklich festgelegten Voraussetzungen zulässig, etwa nach DIN 4108 Beiblatt 2, Abschnitt 5.5. Kurze Anschlusslängen allein rechtfertigen keine pauschale Vernachlässigung von Türanschlüssen. Die folgenden Beispiele zeigen typische Details und Prüffälle:

Zu berücksichtigende Wärmebrücken
  1. Gebäudekanten- bzw. Anschlüsse (z.B. Traufe, Ortgang, Bodenplatte zur aufgehenden Außenwand)

  2. Grundsätzlich alle Laibungen, Stürze & Brüstungen bei Fenster- & Fenstertüren

  3. Einbindende Decken- & Wandkonstruktionen

  4. Auskragende Bauteile (z.B. Balkonplatten)

Vernachlässigung von Wärmebrücken: Voraussetzungen prüfen
  1. Anschlüsse zwischen gleichartigen Konstruktionen: Die Voraussetzungen des angewendeten Verfahrens müssen erfüllt sein; eine Außenwandecke ist nicht pauschal auszuklammern.

  2. Türanschlüsse: Die geringe Anzahl oder Länge ersetzt keine Prüfung der zulässigen Vereinfachung.

  3. Einbindende Decken- und Wandkonstruktionen: Eine außen durchgehende Dämmschicht ist anhand der konkreten Anschlussausbildung zu bewerten.

  4. Punktförmige Wärmebrücken: Regelmäßig wiederkehrende Befestigungsmittel sind gegebenenfalls im Bauteil-U-Wert zu berücksichtigen. Ihr Ansatz ist von der Bilanzierung linienförmiger Wärmebrücken zu unterscheiden.

​

Beim Außenmaßbezug können einzelne Ψ-Werte negativ sein. Sie korrigieren dann die Überschätzung des ungestörten Anteils; ein negativer Ψ-Wert ist keine negative physikalische Wärmeleitung. Sämtliche Details sind nach einem einheitlichen, zum Bilanzierungsverfahren passenden Maßbezug zu bewerten. Der detaillierte Wärmebrückenzuschlag ΔUWB in W/(m²·K) wird aus den maßgeblichen Anschlussbeiträgen und der wärmeübertragenden Umfassungsfläche bestimmt:

Formel für ΔUWB: Summe aus Ψ-Wert mal Temperaturkorrekturfaktor Fx mal Wärmebrückenlänge, geteilt durch die Bezugsfläche AT.

Wobei Fx den entsprechenden Temperaturkorrekturfaktor (z.B. zu unbeheizten Räumen, AW an Erdreich, etc.) darstellt und AT die gesamte, wärmeübertragende Umfassungsfläche des betrachteten Gebäudes.

Warum diesen großen Aufwand betreiben?

Ein detaillierter Wärmebrückennachweis kann pauschal angesetzte Verluste durch projektbezogene Ergebnisse ersetzen und damit die Planung präzisieren. Ob sich sein Aufwand wirtschaftlich lohnt, hängt von den Anschlüssen, dem Nachweisziel, dem möglichen Planungsnutzen und den Kosten ab. Wir beurteilen diese Frage anhand Ihres Bauvorhabens.

​

Mit zunehmender Dämmstoffdicke sinkt der U-Wert einer Konstruktion; der zusätzliche Nutzen je weiterem Millimeter nimmt dabei ab. Daraus folgt keine allgemeine Dämmgrenze von 160 mm oder 160–220 mm. Eine sinnvolle Auslegung berücksichtigt Wärmeleitfähigkeit, Anschlussdetails, Bauraum, Energiekosten, Lebensdauer und das energetische Ziel des konkreten Gebäudes.

​

Bei der energetischen Bilanzierung werden je nach Voraussetzungen pauschale, über Gleichwertigkeit nachgewiesene oder detailliert berechnete Wärmebrückenansätze verwendet. Kategorie A und Kategorie B nach DIN 4108 Beiblatt 2 sind dabei zu unterscheiden. Die folgende Übersicht zeigt diese Ansätze, ohne eine bestimmte Verbesserung des Gesamt-Transmissionswärmeverlustes zu versprechen:

​

Pauschal - ohne Nachweisführung:

ΔUWB = 0,10 W/m²*K

​

Allgemeiner Pauschalansatz; bei Innendämmung mit einbindender Massivdecke kann 0,15 W/(m²·K) maßgeblich sein.

​

Gleichwertigkeitsnachweis gemäß DIN 4108 Beiblatt 2:

Kategorie A: ΔUWB = 0,05 W/(m²·K); Kategorie B: ΔUWB = 0,03 W/(m²·K).

Jeweils nur bei nachgewiesener Einhaltung der zugehörigen Voraussetzungen.

​

Detaillierte Berechnung:

ΔUWB wird aus den projektbezogenen Anschlusswerten berechnet.

Keine allgemeine Obergrenze oder garantierte prozentuale Reduzierung.

​

Eine detaillierte Wärmebrückenberechnung kann die rechnerische Transmissionsbilanz gegenüber einem pauschalen Ansatz verbessern. Die Höhe ist projektspezifisch. Eine günstigere rechnerische Bilanz ist nicht mit einer garantierten oder gemessenen Energieeinsparung gleichzusetzen. Für Wärmeschutznachweise und Effizienzhausplanung prüfen wir den Nutzen anhand Ihrer konkreten Details.

Berechnung punktbezogener Wärmedurchgangskoeffzient (χ-Wert)

Analog zur Bestimmung des Ψ-Wertes bei linienförmigen Wärmebrücken (vgl. oben), kann auch mit Hilfe des thermischen Leitwertes eine Berechnung des χ-Wertes erfolgen. Hier ist jedoch eine dreidimensionale Wärmebrückensimulation notwendig, die als Ergebnis den thermischen Leitwert L3D zur Folge hat. χ errechnet sich somit wie folgt:

Historische Formelgrafik für χ mit dreidimensionalem Leitwert L3D, längenbezogenen L2D-Anteilen und flächenbezogenen U-Wert-Anteilen.

Der χ-Wert in W/K beschreibt den zusätzlichen Wärmetransport einer punktförmigen Wärmebrücke. Regelmäßig wiederkehrende Befestigungen werden je nach Verfahren über eine Korrektur des Bauteil-U-Werts berücksichtigt. Der folgende therm-blog-Beitrag erläutert den Einfluss von Befestigungssystemen bei Fassaden:

Worum geht's?
  • Einfluss von Anker- & Konsolsystemen bei VHF oder zweischaligen Außenwänden auf U-Wert-Berechnung wird häufig vollkommen unterschätzt oder gar ignoriert

  • Die Korrektur des Bauteil-U-Werts hängt vom Befestigungssystem, dessen Anzahl, der Geometrie und der Dämmung ab; eine pauschale Erhöhung um 50 % ist nicht auf alle Fassaden übertragbar.

  • Das Problem: Nachweis Transmissionswärmeverlust (U-Wert, H‘T & Umax) selbst bei dicken Dämmschichten nicht mehr eingehalten

Fassadenfoto mit hervorgehobenen Fenstern und Hinweis auf den Einfluss punktförmiger Wärmebrücken über den χ-Wert.

Unser Video zum Wärmebrückenzuschlag bei Fassadensystemen ansehen >>​

 

Der Beitrag im Video schließt auf folgendes Fazit im Rahmen der Ermittlung des U-Wertes und der Berücksichtigung des Wärmebrückenzuschlages bei Fassadensystemen:​

​

  • z.T. enorme Auswirkungen durch Befestigungssysteme auf U-Wert – selbst bei „einfachen“ Fassaden!

  • Einfluss von punktförmigen Wärmebrücken ist zwangsläufig zu berechnen & beachten

  • Anzahl der verbauten Befestigungselemente bezogen auf die relevante Bauteilschicht muss bekannt sein

  • Die Zahl und Anordnung der Befestigungselemente sind aus der Planung zu übernehmen; Unsicherheiten müssen im gewählten Berechnungsansatz sachgerecht berücksichtigt werden.

  • zur Reduzierung der Wärmebrückenverluste ist eine thermische Trennung oder Manschettensystem zu wählen

Historisches Rechenbeispiel einer Fassade mit und ohne Konsolenanker: Der dargestellte U-Wert steigt von 0,19 auf 0,23 W/(m²·K).

Wärmebrückennachweise

Die quantitative Bestimmung der Wärmebrückenwirkungen, die zur Führung normativer Nachweise erforderlich sind, können auf unterschiedliche Weise realisiert werden. Grundsätzlich ist die Bestimmungssystematik abhängig von der Art der Nachweisführung. Grundsätzlich kann im Rahmen von Wärmebrückennachweisen folgende Differenzierung erfolgen:

​

  1. Einhaltung des Mindestwärmeschutzes nach der maßgeblichen Ausgabe der DIN 4108-2 zur Bewertung der raumseitigen Oberflächentemperaturen.

  2. Wärmbrückenberechnungen zur Bestimmung von exakten Wärmeverlusten an der thermischen Gebäudehülle (insb. Anschlusssituationen)

​

Die nachfolgende Tabelle gibt einen kompakten Überblick, welches Verfahren bei welcher Zielsetzung angewendet wird:

Zielsetzung:

geforderter Wärmebrückennachweis:

1

Bestimmung der minimalen Oberflächentemperatur an Bauteiloberflächen zur Bewertung des Tauwasserausfallrisikos und zur Vermeidung von Schimmelpilzbefall

Bestimmung des Temperaturfaktors fRsi (2D & 3D-Simulationen) gem. DIN EN ISO 10211 i.V. mit DIN 4108-2

2

Ansatz über Gleichwertigkeitsnachweis: Kategorie A mit ΔUWB = 0,05 W/(m²·K) oder Kategorie B mit ΔUWB = 0,03 W/(m²·K), jeweils unter den zugehörigen Voraussetzungen.

Gleichwertigkeitsnachweis gem. DIN 4108 Beiblatt 2

3

Projektbezogene Ermittlung des Wärmebrückenzuschlags ΔUWB anhand der zu berücksichtigenden Anschlussdetails; der Ergebniswert ist nicht allgemein auf < 0,05 W/(m²·K) begrenzt.

Ermittlung passender Ψ-Werte durch Berechnung nach DIN EN ISO 10211 oder über zulässige Referenz- und Katalogwerte; Zusammenführung mit den Anschlusslängen in der Projektbilanz.

4

Historisches KfW-Wärmebrückenkurzverfahren: vereinfachter Förderansatz aus älteren KfW-Arbeitshilfen; kein pauschal übertragbarer aktueller Zuschlagsbereich.

Anwendung nur, wenn das für die konkrete Antragstellung maßgebliche Förderprogramm das Verfahren mit seinen Bedingungen zulässt. Ansonsten ist das dort vorgesehene Nachweisverfahren anzuwenden.

5

Bestimmung des zusätzlichen Wärmeverlustes von punktförmigen Wärmebrücken (z.B. Befestigungselemente in einer VHF) als Zuschlag auf einen Wärmedurchgangskoeffizienten

Bestimmung des punktbezogenen Wärmedurchgangskoeffizienten (χ-Wert) Chi durch eine dreidimensionale Simulation

Wärmebrückenkataloge

Um z.B. eine Gleichwertigkeit einer bestimmten Wärmebrücke vergleichen zu können, gibt es diverse Wärmebrückenkataloge von verschiedenen Anbietern. Häufig werden Wärmebrückenkataloge durch Unternehmen oder industrielle Berufsverbände zur Verfügung gestellt, die dann insbesondere für spezielle Bauarten (z.B. Massivbauweise mit KS-Mauerwerk) entsprechende Details vorhalten. 

Warum Wärmebrückenkataloge?

Wärmebrückenkataloge unterstützen die frühe Detailplanung. Für eine Übernahme müssen insbesondere Geometrie, Materialien, Maßbezug und Randbedingungen zum Projektdetail und zum Nachweisverfahren passen. Nachfolgend finden Sie ausgewählte Anbieter und fachliche Veröffentlichungen:

  1. Xella / Ytong und Silka – Wärmebrückendetails für Porenbeton- und Kalksandsteinkonstruktionen. Ytong und Silka Baubuch

  2. KS-ORIGINAL – Wärmebrückenkatalog für Konstruktionen mit Kalksandstein-Mauerwerk. Planungshilfe Wärmeschutz

  3. InformationsZentrum Beton – Planungsatlas Hochbau mit Anschlussdetails und wärmeschutztechnischen Kennwerten für den Betonbau. Planungsatlas Wärmeschutz

  4. UNIPOR – Planungshilfen und Wärmebrückendetails für Ziegelmauerwerk. Die Übertragbarkeit ist für die konkrete Wand- und Anschlusskonstruktion zu prüfen. UNIPOR-Fachbeitrag

  5. KfW – Technische FAQ und Arbeitshilfen zur Wärmebrückenbewertung. Für einen Förderantrag ist die zu diesem Zeitpunkt maßgebliche Dokumentfassung entscheidend. KfW Technische FAQ

  6. Bundesamt für Energie BFE (Schweiz) – historischer Wärmebrückenkatalog als Planungshilfe. Schweizer Normbezüge und Randbedingungen sind vor einer Verwendung für einen deutschen Nachweis gesondert abzugleichen. BFE-Veröffentlichung zur Wärmebrückenbewertung

Wärmebrückenwelt von therm-ings · Fachlich überarbeitet am 7. Oktober 2026. DIN EN ISO 10211 · DIN 4108-2 · DIN 4108 Beiblatt 2 · Gebäudeenergierecht § 24

Sie haben einen konkreten Anschluss?

Wir unterstützen Sie bei der 2D- und 3D-Wärmebrückenberechnung und klären den passenden Leistungsumfang für Ihr Projekt.

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