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Gebäudezertifizierung Hub / QNG & Förderung

QNG & FÖRDERUNG

DGNB, QNG und KfW: Was ist der Unterschied – und was braucht Ihr Projekt?

DGNB bezeichnet ein System zur Nachhaltigkeitsbewertung von Gebäuden. QNG ist das staatliche Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude. Die KfW bietet Förderprogramme mit eigenen Bedingungen. Die drei Begriffe können im selben Projekt zusammengehören, stehen aber für unterschiedliche Aufgaben und Entscheidungen.

DGNB-Zertifizierung und QNG sind unterschiedliche Nachweise.

QNG setzt ein geeignetes registriertes Bewertungssystem voraus.

Die Förderfähigkeit wird zusätzlich nach den jeweiligen KfW-Regeln geprüft.

DGNB bewertet Nachhaltigkeit, QNG ist ein staatliches Qualitätssiegel und KfW fördert nach den Bedingungen des jeweiligen Programms.

DGNB, QNG und KfW im direkten Vergleich

Für Bauherren ist eine einfache Reihenfolge hilfreich: Zuerst das Projektziel festlegen, dann den passenden Zertifizierungsweg bestimmen und anschließend die Förderbedingungen verbindlich mit den zuständigen Beteiligten abstimmen. So wird aus drei ähnlichen Schlagworten eine bearbeitbare Aufgabenstellung.

DGNB, QNG und KfW im direkten Vergleich
Ist eine DGNB-Zertifizierung

Ist eine DGNB-Zertifizierung automatisch ein QNG-Nachweis?

Nein. Für QNG muss ein geeignetes registriertes Nachhaltigkeitsbewertungssystem genutzt werden; DGNB ist einer der möglichen Wege. Hinzu kommen die QNG-Anforderungen der zutreffenden Siegelvariante. Die Zertifizierungsstelle prüft die Nachweise und vergibt das Siegel bei erfüllten Voraussetzungen.

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Im DGNB-Weg kann ein Zertifikat in Silber, Gold oder Platin die Grundlage bilden, wenn zusätzlich die QNG-Anforderungen erfüllt werden. DGNB Gold ist daher weder automatisch QNG noch pauschal die einzige mögliche Voraussetzung. Welche Variante für Ihr Gebäude anwendbar ist, wird projektspezifisch geprüft.

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Wir empfehlen, beide Ziele im Auftrag ausdrücklich zu nennen. Die Formulierung „Nachhaltigkeitszertifizierung erwünscht“ lässt offen, ob auch ein QNG-Nachweis zu bearbeiten ist. Eine klare Zielbeschreibung erleichtert später die Prüfung, ob alle beauftragten Leistungen tatsächlich abgedeckt sind.

Was unterscheidet QNG-PLUS von QNG-PREMIUM?

QNG kennt die Niveaus PLUS und PREMIUM. PREMIUM stellt in den besonderen Anforderungen höhere Ansprüche. Welche Nachweise benötigt werden, hängt unter anderem von der Gebäudekategorie ab. QNG behandelt beispielsweise die Lebenszyklusbilanz, Materialien und weitere gebäudespezifische Themen. Die verbindlichen Einzelanforderungen stehen in den geltenden Siegeldokumenten.

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Für die Entscheidung empfehlen wir keinen pauschalen Aufschlag nach dem Motto „höhere Stufe ist immer besser“. Klären Sie stattdessen, welches Ziel Ihr Bauherr, Investor oder Auftraggeber verlangt, welche Planung bereits vorliegt und welche zusätzlichen Leistungen erforderlich wären. Halten Sie das Ergebnis als konkrete Zielvereinbarung fest.

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​Hilfreich ist eine kurze Gegenüberstellung des geplanten Zustands mit den Anforderungen des gewählten Niveaus. Jede offene Position erhält einen Ansprechpartner. Damit wird früh sichtbar, ob eine technische Entscheidung, eine Produktunterlage oder eine ergänzende Prüfung benötigt wird.

Wann ist QNG für eine KfW-Förderung relevant?

Bei den KfW-Produkten Klimafreundlicher Neubau für Wohngebäude (297, 298) und Nichtwohngebäude (299) gibt es Förderstufen mit QNG. Für diese ist das entsprechende Nachhaltigkeitszertifikat Bestandteil der Anforderungen. Die technischen und sonstigen Förderbedingungen müssen zusätzlich erfüllt sein. Ein Zertifikat allein ersetzt die Förderprüfung nicht.

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Ebenso unzutreffend wäre die Aussage, jeder KfW-Neubaukredit verlange generell QNG. Maßgeblich sind das konkrete Programm und die gewählte Förderstufe. Prüfen Sie deshalb die aktuellen Produktunterlagen und die zeitlichen Anforderungen gemeinsam mit Energieeffizienz-Experten und Finanzierungspartner, bevor Sie verbindliche Schritte festlegen.

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Für eine belastbare Projektentscheidung sollten die Kosten der Begleitung und der notwendigen Maßnahmen dem tatsächlich passenden Finanzierungskonzept gegenübergestellt werden. Dieser Artikel nennt bewusst keine pauschale Förderersparnis: Sie hängt von Ihrem Vorhaben und den aktuellen Konditionen ab.

Drei Projektkonstellationen zur Orientierung

Die folgenden Beispiele sind vereinfachte Planungssituationen, keine Referenzprojekte und keine Förderzusagen. Sie zeigen, welche Fragen Sie im ersten Gespräch klären sollten.

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​Vermeiden Sie eine vorschnelle Übertragung zwischen Projekten. Schon eine andere Nutzung oder eine geänderte Systemgrenze kann die Aufgabenstellung verändern. Auch ein identischer Gebäudetyp bedeutet nicht automatisch, dass ein früherer Nachweis ohne Anpassung verwendet werden kann.

Wer übernimmt welche Aufgabe?

Die Zuständigkeiten sollten schriftlich geklärt werden. Im QNG-Prozess begleiten Nachhaltigkeitsberatende das Vorhaben im Auftrag der Bauherrschaft; die akkreditierte Zertifizierungsstelle prüft und vergibt das Siegel. Die fachliche Umsetzung und die erforderlichen Zuarbeiten liegen bei den jeweils beauftragten Planungsbeteiligten.

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Für die Zusammenarbeit empfehlen wir eine gemeinsame Übersicht mit Aufgabe, Ergebnis, Verantwortlichem und Termin. Ein Beispiel: „Materialdaten bereitstellen“ ist zu ungenau. Besser ist eine benannte Produktliste für den freigegebenen Planstand, mit Liefertermin und verantwortlicher Person.

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Bei therm-ings können DGNB-/QNG-Begleitung und KfW-Begleitung für Wohn- und Nichtwohngebäude aufeinander abgestimmt werden. Vor einer Beauftragung legen wir fest, welche Aufgaben wir übernehmen und welche Leistungen andere Beteiligte liefern. Auch abgegrenzte Nachweise für externe Auditoren können vereinbart werden.

Welche Unterlagen helfen im ersten Gespräch?

Für einen sinnvollen Projektstart müssen nicht alle Nachweise bereits fertig sein. Wichtiger ist, dass der aktuelle Stand nachvollziehbar beschrieben wird. Senden Sie eine kurze Projektübersicht und kennzeichnen Sie offene Punkte ausdrücklich.

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  • Adresse, Nutzung, Gebäudeanzahl und eine nachvollziehbare Flächenangabe.

  • Aktueller Planungsstand mit Grundrissen oder Baubeschreibung, soweit vorhanden.

  • Gewünschte DGNB-Stufe sowie QNG-Ziel und angestrebter Förderweg.

  • Vorhandene Energieplanung, Ökobilanz und weitere relevante Fachnachweise.

  • Bereits erfolgte Anmeldungen oder Anträge mit den zugehörigen Angaben

  • Wichtige Termine und Ansprechpartner aus Planung und Finanzierung.

Wie Sie jetzt zu einer belastbaren Aufgabenstellung kommen

Starten Sie mit dem Online-Kostencheck und beschreiben Sie Ihr Vorhaben. Wenn Ihr Projekt in den vorgesehenen Standardrahmen passt, erhalten Sie eine erste Kostenspanne. Bei Besonderheiten ist eine individuelle Prüfung sinnvoll.

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Aus dem Ergebnis lässt sich eine Anfrage vorbereiten. Wir prüfen anschließend, ob die gewählte Leistung zum beschriebenen Ziel passt. Das Angebot sollte danach erkennen lassen, welche Begleitung und Nachweise enthalten sind und welche Angaben noch benötigt werden.

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Beachten Sie bei bestehenden Projekten auch die angemeldete Systemversion. Ein Wechsel von Regeln oder Zielen sollte immer ausdrücklich abgestimmt werden. Für eine neue Anfrage genügt zunächst der Hinweis, ob schon eine Anmeldung vorliegt; die fachliche Einordnung erfolgt im nächsten Schritt.

Ihre Fragen.
Unsere Antworten.

Ihr Zertifizierungsprojekt konkret planen

Nennen Sie uns Gebäude, Planungsstand und Zertifizierungsziel. Wir ordnen die benötigten Leistungen für Ihr Vorhaben ein.

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