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Wärmebrückenwelt / Wärmebrückennachweise

THERM-INGS · WÄRMEBRÜCKENWELT

Wärmebrückennachweise

Welcher Wärmebrückennachweis passt zu welchem Ziel? Mindestwärmeschutz, energetische Bilanz und einzelne Anschlussdetails beantworten unterschiedliche Fragen.

Schematischer Anschluss: Geometrie, Materialien und Randbedingungen führen zu fRsi für die Oberfläche, Ψ und χ für Wärmeverluste sowie ΔUWB für die Gebäudebilanz.

Wärmebrückennachweise

Die quantitative Bestimmung der Wärmebrückenwirkungen, die zur Führung normativer Nachweise erforderlich sind, können auf unterschiedliche Weise realisiert werden. Grundsätzlich ist die Bestimmungssystematik abhängig von der Art der Nachweisführung. Grundsätzlich kann im Rahmen von Wärmebrückennachweisen folgende Differenzierung erfolgen:

​

  1. Einhaltung des Mindestwärmeschutzes nach der maßgeblichen Ausgabe der DIN 4108-2 zur Bewertung der raumseitigen Oberflächentemperaturen.

  2. Wärmbrückenberechnungen zur Bestimmung von exakten Wärmeverlusten an der thermischen Gebäudehülle (insb. Anschlusssituationen)

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Die nachfolgende Tabelle gibt einen kompakten Überblick, welches Verfahren bei welcher Zielsetzung angewendet wird:

Zielsetzung:

geforderter Wärmebrückennachweis:

1

Bestimmung der minimalen Oberflächentemperatur an Bauteiloberflächen zur Bewertung des Tauwasserausfallrisikos und zur Vermeidung von Schimmelpilzbefall

Bestimmung des Temperaturfaktors fRsi (2D & 3D-Simulationen) gem. DIN EN ISO 10211 i.V. mit DIN 4108-2

2

Ansatz über Gleichwertigkeitsnachweis: Kategorie A mit ΔUWB = 0,05 W/(m²·K) oder Kategorie B mit ΔUWB = 0,03 W/(m²·K), jeweils unter den zugehörigen Voraussetzungen.

Gleichwertigkeitsnachweis gem. DIN 4108 Beiblatt 2

3

Projektbezogene Ermittlung des Wärmebrückenzuschlags ΔUWB anhand der zu berücksichtigenden Anschlussdetails; der Ergebniswert ist nicht allgemein auf < 0,05 W/(m²·K) begrenzt.

Ermittlung passender Ψ-Werte durch Berechnung nach DIN EN ISO 10211 oder über zulässige Referenz- und Katalogwerte; Zusammenführung mit den Anschlusslängen in der Projektbilanz.

4

Historisches KfW-Wärmebrückenkurzverfahren: vereinfachter Förderansatz aus älteren KfW-Arbeitshilfen; kein pauschal übertragbarer aktueller Zuschlagsbereich.

Anwendung nur, wenn das für die konkrete Antragstellung maßgebliche Förderprogramm das Verfahren mit seinen Bedingungen zulässt. Ansonsten ist das dort vorgesehene Nachweisverfahren anzuwenden.

5

Bestimmung des zusätzlichen Wärmeverlustes von punktförmigen Wärmebrücken (z.B. Befestigungselemente in einer VHF) als Zuschlag auf einen Wärmedurchgangskoeffizienten

Bestimmung des punktbezogenen Wärmedurchgangskoeffizienten (χ-Wert) Chi durch eine dreidimensionale Simulation

Sie haben einen konkreten Anschluss?

Wir unterstützen Sie bei der 2D- und 3D-Wärmebrückenberechnung und klären den passenden Leistungsumfang für Ihr Projekt.

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